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Transösophageale Echokardiographie (TEE)

Die Transösophageale Echokardiographie -auch Schluckecho genannt- erlaubt einen besonders hochauflösenden Blick auf die Herzklappen und die Vorhöfe. Selbst kleinere Blutgerinnsel lassen sich darstellen.

Viele Patienten verbinden mit dieser Untersuchung Ängste, da vielleicht im Bekanntenkreis bereits über unangenehme Erfahrungen berichtet wurde. Am Isar Herz Zentrum werden Sie von Ärzten betreut, die über eine sehr große Erfahrung mit dieser Methode haben. "Wir setzen eine besonders kleine TEE Sonde ein, die sehr gut toleriert wird. Meist wünschen unsere Patienten einen sanften Dämmerschlaf (Sedierung). Dem kommen wir gern nach. In einem speziellen Überwachungsbereich bleiben Sie bis zum Aufwachen gut versorgt. Sollten Schluckbeschwerden oder gar eine Verengung der Speiseröhre vorliegen, können wir ganz problemlos unsere Gastroenterologen (Priv.-Doz. Dr. H. Seidl oder Prof. Dr. Ochsenkühn) hinzuziehen. So sind Sie optimal versorgt. 

Sanfter Dämmerschlaf und angenehme Atmosphäre und die Sicherheit unserer Überwachungseinheit - TEE Diagnostik auf höchstem Niveau

Die Transösophageale Echokardiographie wird immer dann eingesetzt, wenn Details oder Strukturen besonders genau untersucht werden müssen. Da bei der TEE-Untersuchung durch die Speiseröhre geschallt wird, liegt der Schallkopf in unmittelbarer Nähe zum Herzen (s. Abb. rechts). Störendes Gewebe (Haut, Rippen, Muskeln und die Luft der Lungen) liegt anders als beim normalen Echo nicht im Weg. Dadurch können Schall-Kristalle mit höheren Sendefrequenzen eingesetzt werden, die gerade kleinere Strukturen besser darstellen können. Dies ist z.B. bei der Suche nach Blutgerinnseln im Herzen, insbesondere bei Herzrhythmusstörungen oder nach einem Schlaganfall, aber auch bei V.a. eine Entzündung der Herzklappen wichtig. Mit modernen 3D-TEE Sonden können heute sogar Funktionsuntersuchungen von Herzklappen in Echtzeit durchgeführt werden, die dem Herzchirurgen oder Kardiologen ein sehr genaues Bild verschafft. So kann im Vorfeld das optimale Behandlungsverfahren gewählt werden. Die Platzierung von Therapiesystemen (s.A. interventionelle Behandlung von Herzfehlern) wird somit verbessert.

                  Abb.: Patrick J. Lynch

Was ist eine Transösophageale Echokardiographie (TEE)?

Datei:TEE-Sonde.png

Abb.: Schomynv

Die Transösophageale Echokardiographie erfolgt mittels eines endoskopartigen Untersuchungsgerätes über die Speiseröhre. Die Speiseröhre verläuft unmittelbar hinter dem Herzen, so dass der Abstand zu Herzstrukturen deutlich geringer ist, als bei der konventionellen Echokardiographie (TTE). Die bei der TTE vor dem Herzen liegenden Strukturen (z.B. Rippen, Fett- und Bindegewebe etc.) entfallen, so dass Störsignale minimiert werden. Daher können wesentlich höhere Ultraschallfrequenzen verwendet werden, die räumliche Auflösung steigt in relevantem Maße.

Wann ist eine TEE-Untersuchung notwendig?

Viele Herzerkrankungen lassen sich gut von außen, also durch die TTE-Untersuchung beurteilen. Auflagerungen (sog. Vegetationen) auf Herzklappen z.B. bei einer Endokarditis (Herzklappenentzündung), Blutgerinnsel im Herzen (Thromben) oder Undichtigkeiten von Herzklappen lassen sich mittels TEE sicherer und genauer beurteilen. Bei künstlichen Herzklappen, zur Steuerung von Eingriffen (z.B. Occluder-Implantation) oder z.B. nach einem Schlaganfall ist meist eine TEE-Untersuchung angezeigt.

Wie wird die TEE-Untersuchung am IHZ durchgeführt?

Wenn Ihr Arzt Sie zu einer TEE-Untersuchung zuweist, nehmen Sie bitte am Vortag Kontakt mit unserer Anmeldung auf (089-149903 6000), Einzelheiten zum Untersuchungsablauf (Räumlichkeiten, Anmeldung etc.) teilen wir Ihnen dann gerne mit. Zur Untersuchung kommen Sie bitte bis spätestens 8.00 Uhr nüchtern ins IHZ (>4 Stunden Nahrungskarenz). Ihre Medikamente können Sie mit einem Schluck Wasser morgens einnehmen, wenn Ihr Arzt nichts anderes vorgesehen hat. Liegt Ihr Untersuchungstermin am Nachmittag (i.d.R. 13.00-14.30), können Sie ein kleines Frühstück zu sich nehmen. Wir erklären Ihnen genau den Untersuchungsablauf und führen ein  Aufklärungsgespräch. Unser Patientenmanagment begleitet Sie zu den Untersuchungsräumen. Falls Sie eine Sedierung wünschen oder die Injektion eines Ultraschallkontrastmittels erforderlich sein sollte, wird eine venöse Verweilkanüle gelegt. Die eigentliche Untersuchung findet in einer Ruhezone, die mit komfortablen Liegen ausgestattet ist und Privatsphäre bietet statt. Alle notwendigen Überwachungseinrichtungen sind dort verfügbar. Die Untersuchung wird von sehr erfahrenen Untersuchern (PD Tiemann) durchgeführt.
Für die Untersuchung wird der Rachen betäubt und die Sonde in die Speiseröhre eingeführt. Im Regelfall führen wir die Untersuchung im Dämmerschlaf (Sedierung) durch, so dass Sie von der eigentlichen Untersuchung nichts bemerken.
 
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